Einer der schlimmsten Massenmorde Nordamerikas, ereignete sich am 9. September 1949. An jenem Tag explodierte das Passagierflugzeug DC-3C der Canadian Pacific Airlines 65 Kilometer östlich von Québec, bei dem 23 Menschen ihr Leben ließen. Doch die Explosion war kein tragischer Unfall, sondern der Akt von Albert Guay, einem unscheinbaren Juwelier aus Québec, um seine Ehefrau zu töten. Diese Katastrophe und die damit verbundene Aufdeckung eines fast perfekten Mordes erschütterte 1949 die Welt, das bis heute als eines der grausamsten und skrupellosesten Verbrechen der Geschichte gilt. Alberts einziges Ziel war es, seine Frau zu beseitigen, doch was folgte, war eine Tragödie ungeahnten Ausmaßes: Ein ganzes Flugzeug ging in Flammen auf und riss 23 Menschen in den Tod. Die Details dieses schockierenden Falls sind immer noch Gegenstand zahlreicher True-Crime-Erzählungen. Joseph Albert Guy erblickte 1917 in Québec als jüngstes von fünf Kindern das Licht er Welt. Er galt als ein verwöhntes Bürschchen, das immer seinen Willen durchsetzen musste, was ihm später in seinem Beruf zugutekam. Denn Albert war ein geborener Verkäufer, der zunächst auf Provisionsbasis Schmuck und andere Waren verkaufte, bis er 1939 beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bei der Canadian Arsenals Limited in St. Malo eine Stelle erhielt. Dort lernte er auch Rita Morel kennen, die er später heiratete. Nach der Schließung des Arsenals 1945 eröffnete er ein Juweliergeschäft in Québec-City. Sowohl beruflich, als auch privat lief alles perfekt. Schließlich wurde das eheliche Glück mit der Geburt eines Kindes gekrönt. Doch Albert fühlte sich seit der Geburt als zweite Geige, dessen Geschäft zudem immer schlechter lief, so dass er Schulden anhäufte. Zuflucht fand er bei der 43 Jahre alten Marguerite Pitre, die eine Pension in der Gegend betrieb, wo er die 17 Jahre alte Kellnerin Marie-Ange Robitailley kennen und lieben lernte. Albert begann eine leidenschaftliche Affäre mit ihr, der sich als Junggeselle ausgab und Marie-Ange sogar einen Verlobungsring an den Finger steckte. Als Alberts Frau Rita im Herbst 1948 davon erfuhr, konfrontierte sie Marie-Ange Eltern damit, die sie aus dem Haus warfen. Daraufhin nahm Marguerie sie in ihrer Pension als Untermieterin auf. Immer wieder versuchte Marie-Ange die Beziehung zu Albert zu beenden, der sie unter Gewalt zwang, diese weiter zu führen. Marguerite stand dabei immer Albert zur Seite. Sie sah ihn als eine Art Ziehsohn an. Marguerite war eine schillernde Persönlichkeit, die von üppiger Statur war und stets schwarze Kleidung trug, weshalb sie auch „Madame le Corbeau“, „Frau Rabe“, genannt wurde. Albert hatte nachdem publik werden seiner Beziehung zu Marie-Ange, die er unter dem Decknamen Roger Angers führte, nur eines im Sinn, er wollte seine Ehefrau ums Eck bringen, da Scheidungen im streng katholischen Québec fast unmöglich waren. Zunächst wollte er, dass ein Freund für 500 Dollar seiner Ehefrau Rita eine Flasche vergifteten Wein zu trinken gab, doch dieser lehnte ab. Dann kam er auf die tollkühne Idee, dass ein befreundeter Taxifahrer, im Kofferraum seines Taxis eine Bombe platzieren sollte. Dieser sollte eine Motorpanne vortäuschen, während er Albert und Rita chauffierte. Der Plan war, dass Albert dem Taxifahrer seine Hilfe anbieten und beide aus dem Taxi steigen würden. Danach sollte die Bombe in die Luft gehen. Doch Alberts Freund wollte von diesem Plan nichts wissen. Deshalb kam Albert auf einen anderen teuflischen Plan, der weitaus mörderischer war und der ihm neben dem Erwerb von Freiheit auch finanzielle Vorteile verschaffen sollte. Albert wollte, seine Frau aus dem Weg zu räumen, doch er wollte sicher gehen, dass kein Verdacht auf ihn fiel. Nach reiflicher Überlegung entschied er sich für eine Methode, die sowohl effektiv als auch spektakulär sein würde: Eine Flugzeugexplosion. Auf diese Idee kam Albert nachdem am 7. Mai 1949 ein Passagierflugzeug nach einer Detonation einer Zeitbombe ins Meer nahe den Philippinen gestürzt war. Zu diesem Zweck kontaktierte er Généreux Ruest, den Bruder von Marguerite, der Uhrmacher und ein Experte für Sprengstoffe war. Dieser ließ sich auf das Mordkomplott für den Rabatt auf einen Ring ein. Im August 1949 begann Albert mit der detaillierten Vorbereitung seines Plans. Er buchte für seine Frau einen Flug von Québec nach Baie-Comeau, um zwei Koffer mit Schmuck abzuholen. Gleichzeitig arrangierte er selbst eine Geschäftsreise, um ein Alibi zu haben. Die Bombe, die Ruest für ihn anfertigte, wurde geschickt in einen Koffer versteckt und so platziert, dass sie beim Flug ihre tödliche Wirkung entfalten würde. Die Zutaten für die Bombe hatte Marguerite bei einem Eisenwarengeschäft besorgt, um angeblich ein Feld zu roden. Marguerite wollte Albert helfen, der ihr 600 Dollar Schulden dafür erlassen wollte. Marguerite gab vor dem Flug ein Paket zur Luftfracht nach Baie-Comeau ab, das die Bombe enthielt. Diese sollte sobald das Flugzeug sich über dem Wasser befand explodieren, sodass alle Beweise vernichtet würden. Am 9. September 1949 bestieg Rita nichtsahnend das Passagierflugzeug DC-3 C der Canadian Pacific Airlines. Kurz nach dem Start explodierte die Bombe, und das Flugzeug stürzte in die Wälder von Sault-au-Cochon. Die Explosion war so heftig, dass niemand an Bord überlebte. 23 Menschen, darunter Rita, fanden in dieser unvorstellbaren Gräueltat den Tod. Da das Flugzeug durch die Verspätung am Nordufer des Sankt-Lorenz-Stras nahe Sault-au-Cochon abgestürzt war, dauerte es nicht lange, bis die Ermittler durch das Auffinden von Sprengstoffresten im Frachtraum herausfanden, dass es sich um einen vorsätzlichen Bombenanschlag handelte. Da sich an Bord drei New Yorker Geschäftsleute, darunter der Präsident der Kennecott Copper Corporation E. T. Stannard befanden, forderten die US-Behörden eine umfassende Untersuchung des Vorfalls. Denn der Kalte Krieg hatte gerade begonnen und vielleicht handelte es sich um einen kommunistischen Terroranschlag. Doch diese Vermutung konnte schnell ausgeschlossen werden. Denn die Ermittlungen konzentrierten sich schnell auf die Menschen, die ein Paket aufgegeben hatten, da die Bombe im vorderen Gepäckraum platziert worden war. Dadurch geriet Marguerite durch Zeugenaussagen ins Visier der Ermittler, da diese nervös ein Paket aufgegeben hatte. Als diese bei ihrer Befragung sagte, dass sie im Auftrag von Albert Guay gehandelt habe, der am Tag der Katastrophe eine Lebensversicherung für seine Ehefrau in Höhe von 10.000 Dollar abgeschlossen hatte und die Summe bereits nach 3 Tagen versuchte von der Versicherung einzufordern, geriet dieser unter Tatverdacht. Durch weitere Untersuchungen und Aussagen von Zeugen fiel der Verdacht eindeutig auf Albert Guay. Als die Ermittler Albert genauer unter die Lupe nahmen, entdeckten sie die Verbindung zwischen ihm, Généreux Ruest und Marguerite Pitre. Zudem lieferte sowohl die Lebensversicherung als auch seine Beziehung zu Marie-Ange Robitailley ein perfektes Mordmotiv. Sowohl Marguerite und Généreux behaupteten nichts von der Bombe gewusst zu haben. Während Marguerite glaubte, im Paket, befände sich eine Statue, glaubte Généreux, dass Albert Guay mit der Bombe lediglich Baumstümpfe sprengen wollte. Marguerite hatte sogar einen erfolglosen Selbstmordversuch nach dem Absturz unternommen. Albert wurde schließlich verhaftet und des Mordes angeklagt. Der Prozess gegen Albert Guay enthüllte weitere erschütternde Details seines perfiden Plans und seiner kriminellen Absichten. Albert Guay wurde vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Nach seiner Verurteilung erklärte er, dass ihm Marguerite und Géneéreux wissentlich geholfen haben. Diese wurden verhaftet und ebenfalls zum Tod durch den Strang verurteilt. Am 12. Januar 1951 wurde Albert im Alter von 33 Jahren hingerichtet, dessen letzte Worte waren „Wenigstens sterbe ich berühmt.“ Am 25. Juli 1952 im Alter von 54 Jahren wurde Génereux Ruest gehängt, der aufgrund seiner Knochentuberkulose im Rollstuhl zum Galgen gebracht werden musste. Als letzte im Bunde des Trio Infernale wurde Marguerite am 9. Januar 1953 als dreizehnte und letzte Frau in Kanada gehängt. Die Brutalität und Kaltherzigkeit von Albert Guay schockierte die Öffentlichkeit und führte zu intensiver Berichterstattung. Der Fall Albert Guay bleibt einer der berüchtigtsten Mordfälle in der kanadischen Geschichte. Die Tragödie des Flugzeugabsturzes und die grausame Motivation dahinter sind bis heute Teil der True-Crime-Literatur und dienen als abschreckendes Beispiel für die tiefen Abgründe menschlicher Bosheit. Die Opfer des Anschlags werden nie vergessen, und das schockierende Verbrechen erinnert immer wieder daran, dass hinter der Fassade des Alltäglichen manchmal tödliche Geheimnisse lauern. Diese unglaubliche Geschichte ist ein Mahnmal dafür, wie weit manche Menschen zu gehen bereit sind, um ihre dunklen Wünsche zu erfüllen. Albert Guays Anschlag hat viele Leben zerstört und bleibt als Sinnbild perfider Menschlichkeit in Erinnerung. Sein Name wird stets mit einem der schlimmsten Verbrechen verbunden sein, die jemals die Lüfte Kanadas heimsuchten.
Der perfide Plan eines Mannes: Wie ein Mordanschlag in die Luft ging
VonIsabella Mueller
Jan. 30, 2026
Von Isabella Mueller
Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!
